Angesichts der Gefahr massiver Überlastungen und endloser Warteschlangen fordert die ADP-Gruppe die Europäische Union offiziell auf die Einführung des neuen Einreise-/Ausreisesystems (EES) zu verschieben. nach der Sommersaison 2026.
Während das neue automatische Grenzkontrollsystem des Schengen-Raums, genannt EES (Entry/Exit System), Die Pariser Flughafenbetreiber schlagen Alarm.

Angst vor einem “schwarzen” Sommer in den Terminals
Die ADP-Gruppe und mehrere Luftverkehrsverbände (IATA, ACI Europe) sind sich einig, dass das derzeitige System noch nicht reibungslos genug ist, um den erwarteten Rekordstrom von Passagieren im Sommer zu bewältigen. Wenn das System bereits im April eingeführt wird, könnten die Wartezeiten an den Grenzen explodieren und in manchen Fällen folgende Werte erreichen mehr als 4 Stunden an den am meisten frequentierten Drehkreuzen.
Der Grund dafür ist die Komplexität der Registrierung biometrischer Daten (Fingerabdrücke und Gesichtserkennung) für Reisende außerhalb der EU, ein Verfahren, das viel mehr Zeit in Anspruch nimmt als das einfache manuelle Abstempeln von Pässen, das bisher verwendet wurde.
Ein Antrag auf Flexibilität bei der EU
Um eine Lähmung zu vermeiden, fordern die Flughäfen von der Europäischen Kommission eine «sofortige Revision» des Zeitplans. Das Ziel ist klar: die volle Flexibilität bis Ende Oktober 2026 aufrechtzuerhalten.
In der Praxis würde dies den Grenzpolizeien erlauben, die biometrischen Kontrollen in Spitzenzeiten vorübergehend auszusetzen, um die Durchreise zu erleichtern.
Was sind die Hindernisse?
Mehrere Faktoren erschweren die Einführung:
- Technologische Probleme : Es wurden anhaltende Fehler bei den Vorregistrierungsautomaten gemeldet.
- Chronische Unterbesetzung : Die Grenzpolizei (PAF) befürchtet, dass nicht genügend Beamte zur Verfügung stehen, um die Reisenden bei der Nutzung dieser neuen Werkzeuge zu unterstützen.
- Einrichtung der Infrastruktur : Die Arbeiten zur Integration dieser neuen Kontrollschleusen sind noch nicht in allen Pariser Terminals vollständig abgeschlossen.
Wie geht es für die Reisenden weiter?
Derzeit muss die Europäische Kommission den Antrag im März prüfen. Sollte dieser Aufschub abgelehnt werden, hat die ADP-Gruppe bereits angekündigt, dass sie alle möglichen Schutzklauseln wie die “Not-Aussetzungsklausel” anwenden wird, um die Sicherheit und den Komfort der Passagiere zu gewährleisten, auch wenn dies die strikte Anwendung der EU-Verordnung verzögern würde.
Das System EES, für Entry Exit System, richtet sich an Staatsangehörige außerhalb der Europäischen Union (mit Ausnahme von Andorra, Monaco, San Marino, Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und dem Vatikanstaat).
parisaeroport.fr/de
Dies schließt Reisende ein, die einem Visum für einen kurzfristigen Aufenthalt (maximal 90 Tage innerhalb von 180 Tagen)* einschließlich Passagiere, die kein Visum benötigen oder keinen Aufenthaltstitel haben.